"Das wird der spannendste Volksbank-Münster-Marathon aller Zeiten", sind sich die Organisatoren des Volksbank-Münster-Marathons am 12. September sicher. Noch nie haben sich so viele Läuferinnen und Läufer aus mehreren Nationen gemeldet, die derartige Spitzenzeiten laufen können, die ganz nah an den bisherigen Streckenrekorden liegen.
Ca. 15 Männer und 10 Frauen wollen ganz vorn in der Läuferspitze ein hohes Tempo mitgehen. Darunter sind allein sechs Läufer aus Kenia und der Ukraine, die ganz nah an den bisherigen Streckenrekord von derzeit 2:12:02 Stunden laufen können.
Dazu gehört beispielsweise Patrick Muriuki, der zweitplatzierte des Kassel-Marathons 2009 oder der viertplatzierte des Kassel-Marathons 2010, Pharis Kimani Irungu. Angreifen will aber auch der zweitplatzierte des letzten Volksbank-Münster-Marathons, Isaac Cheruiyot, der mit 2:12:32 Stunden die schnellste vorangemeldete Zeit hält und seine gute Form in diesem Jahr bereits in Hannover unter Beweis stellte.
Doch mit Salo Taras
aus der Ukraine ist ein Europäer am Start, der im vergangenen Jahr zweiter
des Krakau-Marathons in Polen wurde und eine Zeit von 2:15 Stunden lief.
Am Start wird auch einer der erfolgreichsten griechischen Läufer sein, was
die Münsteraner gerade anlässlich des 2500jährigen Marathonjubiläums, das
die Welt gerade am 12. September feiert, freut: Yfantis Kostas. Er möchte
seine persönliche Bestzeit von 2:20 Stunden in diesem Jahr erstmalig
unterbieten.
Ins Feld der erfolgreichen keniatischen Läufer kommen auch einige Athleten, die bei noch keinem europäischen Marathon am Start waren. Ihr Betreuer ist kein anderer als der Weltrekordhalter über die 3000 m Strecke, Daniel Komen aus Kenia, der erstmalig als Betreuer von drei Athleten nach Münster kommt. Seine Weltrekordzeit über 3000 m von 7:24,90 min. hat noch heute Bestand, während die anderen Weltrekorde ihm bisher von Haile Gebrselassie abgenommen wurden.
Auch bei den Damen darf man gespannt sein, denn auch deren Bestzeit wurde im vergangenen Jahr eingestellt von Ecler Loywapet aus Kenia, die eine Zeit von 2:37:06 Stunden erreichte. Sie sitzt derzeit noch auf gepackten Koffern in Kenia und bangt um ihr Visum. Gern möchte sie wieder in Münster starten und wird alles daransetzen, dass es klappt.
Ihre stärkste Konkurrentin wird Volha Salevich aus Weißrussland sein, die Teilnehmerin mit der bisher schnellsten vorangemeldeten Zeit. Voha wurde beim stark besetzen Düsseldorf Marathon in diesem Jahr Zweite in einer Spitzenzeit von 2:31:41 Stunden und möchte in Münster im 2.500sten Marathon Jahr europäische Geschichte schreiben.
Mit ihr um den Sieg wird Almaz Blcha aus Äthiopien kämpfen. Die Siegerin des diesjährigen Mainz-Marathons und 7. beim Rom Marathon hat eine Bestzeit von 2:33:20 Stunden, das heißt: ebenfalls deutlich unter dem bisherigen Streckenrekord.
Ungeachtet dieser Konkurrenz glauben aber auch die keniatischen Nachwuchsläuferinnen, die Bestzeiten um die 2:40 Stunden vorweisen, ganz vorn mitlaufen zu können.
Neben Volha Salevich ist die Ungarin Andrea Szederkenyi-Takacs als zweite Europäerin, die zweite des diesjährigen Limassol Marathons auf Zypern Jahr und ungarische Marathonmeisterin mit Titelambitionen am Start.
Das Bindeglied zwischen den schnellsten deutschen Läuferinnen und Läufern bilden noch einige vorangemeldete Läufer mit Zeiten von 2:18 und 2:30, vornehmlich aus der Ukraine und Nachwuchsläufer aus Kenia. Und dann werden sie kommen - die schnellsten Läufer aus Deutschland und insbesondere diejenigen, die um den Titel des Westdeutschen Meisters kämpfen.
Im vergangenen Jahr wurde Boris Giesen vom VfR Unterbruch Westdeutscher Meister 2:30:10 Stunden, was einem Kilometerdurchschnitt von 2:33 Stunden ausmacht. Westdeutsche Meisterin 2009 wurde Silvia Krull von der LG Lage Detmold/Blomberg in einer Spitzenzeit von 2:40:40 Stunden. Das würde den Sprung 5 in die ewige Bestenliste des Volksbank-Münster-Marathons bedeuten und ebenfalls nah am derzeitigen Streckenrekord liegen. Schnellster deutscher Mann aller Zeiten war Oliver Lange von Post SV Holzminden in 2:27:53 beim Volksbank-Münster-Marathon.
Insgesamt werden Läuferinnen und Läufer aus mehr als 15 Nationen erwartet. Die große Zahl der Freizeit- und Breitensportler und unter denen vor allem diejenigen, die ihren ersten Marathon laufen begeistern die Zuschauer ebenso, wie die Eliteläufer, die um den begehrten "Salzmann-Pokal" und das Preisgeld laufen.
Zu jeder Tageszeit sieht man sowohl an Münsters Aasee, aber auch an der Promenade Läuferinnen und Läufer, die sich auf den Volksbank-Münster-Marathon vorbereiten. Gut erkennbar am strahlend blauem Promotion Shirt mit der Aufschrift: 2500 Jahre Marathon beim Volksbank-Münster-Marathon am 12. September - diesen Tag gibt es nur einmal.
(10.08.2010/Volksbank Münster eG)